Kamer van KoophandelHandwerkskammer DüsseldorfIHK Duisburg

Vom Bau in Nimwegen bis zur Elektrik in Burgers’ Bush

Am 17. Januar geht das Portalprojekt in die zweite Runde

Kostenlose Infoveranstaltungen und attraktive Förderangebote für den Markteintritt in den Niederlanden

 

Die Wohnungsbaugesellschaften im Raum Arnheim und Nimwegen investieren in den kommenden Jahren rund 1,4 Milliarden Euro in die Renovierung ihres Wohnungsbestandes. Zudem fördert die „Stadsregio Arnhem Nijmegen“ bis 2010 den Bau von 25.000 Wohnungseinheiten. In der Metallbranche werden laut der „Koninklijke Metaalunie“ vor allem innovative Zulieferer gesucht. Und in Wageningen hat sich das „Food Valley“ zu einem europaweit führenden Zentrum der Lebensmittelbranche entwickelt. Deutschen Unternehmen bieten sich in der niederländischen Grenzregion attraktive Chancen – und das in den unterschiedlichsten Branchen. Wie aber können diese Chancen genutzt werden? Darüber informiert das Portalprojekt der Kamer van Koophandel Centraal Gelderland, der niederrheinischen IHK und der Handwerkskammer Düsseldorf. Mit kostenlos zugänglichen Informationsveranstaltungen und attraktiven individuellen Förderungen. Den Auftakt für den zweiten Teil des Portalprojekts bildet am 17. Januar ein Neujahrsempfang in Kleve.

Die ersten Veranstaltungen für Unternehmer in der Euregio Rhein-Waal, die den Markt des Nachbarlandes erschließen möchten, fanden bereits im Herbst 2007 statt. Am 17. Januar wird nun mit einer Auftaktveranstaltung im Businesscenter Poort van Holland-Poort van Duitsland (Siemensstraße 31) die zweite Runde für das Projekt eingeläutet. Ab 17.30 Uhr werden die kommenden Veranstaltungen erläutert und das individuelle Förderprogramm vorgestellt. Gastrednerin ist Almut Schmitz, Direktorin der NRW International GmbH. Nach dem offiziellen Teil steht – wie bei allen Veranstaltungen des Portalprojekts – das „Netzwerken“ auf der Tagesordnung. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird allerdings um Anmeldung gebeten (Website www.portalprojekt.eu).

 

Firmenbesichtigungen und Branchenveranstaltungen

Welche Elektrik steckt hinter dem überdachten Dschungel in Burgers’ Bush in Arnheim? Wie geht es in der innovativen Abfallenergiezentrale in Nimwegen zu? Welchen Herausforderungen müssen sich die Logistiker der Region stellen? Im Februar 2008 startet eine Reihe branchenspezifischer Veranstaltungen: für die Design- und Interieurbranche sowie für die Metall-, die Elektro-, die Bau- und die Umwelttechnikbranche. Experten aus beiden Ländern berichten über Chancen im jeweiligen Nachbarland. Dabei werden deutsche und niederländische Teilnehmer zunächst in getrennten Gruppen informiert, anschließend ist Zeit zum gemeinsamen „Netzwerken“ in informeller Atmosphäre.

Ebenfalls ab Februar stehen vier Firmenbesichtigungen bei Unternehmen auf dem Programm, die bereits im Nachbarland erfolgreich sind. Am 11. Februar wird eine Besichtigung im Bereich Food angeboten, am 3. März können sich die Teilnehmer ein Bild von einem Betrieb der Metallbranche machen, am 31. März folgt eine Besichtigung bei einem Unternehmen aus der Elektrobranche. Den Abschluss bildet am 7. April die Besichtigung eines Logistikunternehmens. Auch hier werden Experten über Marktchancen und ihre Erfahrungen berichten. Nach den Firmenbesichtigungen kommen die Teilnehmer zu einem „Get together“ zusammen“, bei dem sie grenzüberschreitende Geschäftskontakte knüpfen können.

Für den 17. April ist eine Euregionale Netzwerkveranstaltung vorgesehen. Hierzu sind gleichermaßen Unternehmen wie Behörden, Verbände und Politiker eingeladen. Neben einer Bilanz richtet sich der Blick auch nach vorn. Wie können angestoßene Initiativen weitergeführt und geknüpfte Kontakte in konkrete Projekte umgesetzt werden?

 

Individuelle Förderung

Neben der Veranstaltungsreihe bietet das Portalprojekt individuelle Förderungen für Unternehmen, die im Nachbarland aktiv werden möchten. Bis April 2008 können sich interessierte Unternehmer für diesen Schritt individuell beraten lassen – beispielsweise zu rechtlichen und steuerlichen Aspekten oder in Vertriebs- und Marketingfragen. Die Kosten, die hierfür bei externen Experten entstehen, werden bis zu 70 Prozent gefördert (der Höchstbetrag pro Unternehmen liegt bei 5.000 Euro). Insgesamt haben 30 bis 40 Unternehmen aus dem Gebiet der Euregio Rhein-Waal die Möglichkeit, eine solche Förderung zu beantragen. Hierfür haben sich bereits mehrere Unternehmen angemeldet, doch sowohl niederländische als auch deutsche Firmen können noch ihre Chance ergreifen.

 

Das Portalprojekt

Das Portalprojekt möchte kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Grenzregion den Schritt auf den Markt des Nachbarlandes erleichtern. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine Initiative der Kamer van Koophandel Centraal Gelderland, der Industrie- und Handelskammer Niederrhein in Duisburg sowie der Handwerkskammer Düsseldorf. Das Projekt wird kofinanziert durch das EU-Programm INTERREG IIIA der Euregio Rhein-Waal, durch die Wirtschaftsministerien der Niederlande und Nordrhein-Westfalens sowie durch die Provinz Gelderland.

 

Weitere Informationen über das Projekt: www.portalprojekt.eu.

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